Bauwerksabdichtung > Salze und Pilze
Schadsalze
Nahezu bei allen Feuchteschäden am erdberührten Bereich treten wasserlösliche Schadsalze auf. Aber auch bei der Verarbeitung vieler Baustoffe bilden sich zusätzliche Salzquellen ( z.B. Zemente, Gipse, Silikate) Schadsalze zerstören systematisch Mauerwerk und Putz. Sie verhindern die Austrocknung der Bausubstanz, weil sie in Abhängigkeit von Luftfeuchte Wasser in ihrem gesamten Porenvolumen speichern können (Hygroskopizität).
Dadurch sind sie in der Lage, das Oberflächengefüge eines Baumaterials zu zerstören.
Beispiele:

Bild 1 Bild 2
Beide Bilder zeigen deutlich die bauschädigende Zerstörungskraft von Salzen Im Labor lassen sich inzwischen schon ca. 60 der bauschädlichen Salze ermitteln.
Unterschieden werden:
Leicht lösliche Salze (> 10g/ l. z.B. Chloride, Sulfate), mäßig lösliche Salze (0,5 – 10g/ l.), schwer lösliche Salze (< 0,5g/ l. z.B. Calcit, Aragonit)
Es ist nicht immer möglich, Salzausblühungen nachhaltig zu stoppen, um nicht sagen zu müssen eigentlich unmöglich. Es kommt im Wesentlichen darauf an, wie hoch sich die Konzentration der verschiedenen Salze nachweisen lassen und in wieweit der Wassertransport zu unterbinden ist.
Die für das Mauerwerk schädlichen u. leicht wasserlöslichen Anionen ( z.B. Chloride, Nitrate, Nitrite, Sulfate ( kommen oft in hohen Konzentrationen vor!)) lassen wir bei größeren Sanierungsobjekten durch zwei – drei entnommene Gesteinsproben im Labor analysieren. Am häufigsten lassen sich in unserer Gegend hohe Konzentration an Sulfationen nachweisen, gegen die auch mit geeigneten Mitteln eine Resistenz zu erzielen ist.
Schimmelpilze
Häufig entsteht in Verbindung mit Feuchteschäden (egal welchen Ursprungs) auch ein mikrobieller Befall. Schimmelpilze bauen Materialien organischen Ursprungs ab und ersetzen ihn. Bei Baustoffen treten Sie an den verschiedensten Stellen auf ( z.B. Fensterstürze, Verglasungskitt, Silikon, Gipsputz- u. Gipskarton, Fliesenfugen im Sanitärbereich usw.). Auch bei Gegenständen sind z.B. Pappe, Kork, Tapete, Kleidung, Gardinen usw. ein für das Pilzwachstum optimaler Nährboden.
Pilzsporen umgeben uns praktisch immer und überall, da Sie in unserer Raumluft enthalten sind. In der Regel gelten ein Pilzsporengehalt bzw. ubiquitär vorkommende Sporen von weniger als 50 KBE pro m³ Raumluft als unbelastet.
(KBE = koloniebildende Einheiten)
Auch auf jeder Materialoberfläche befinden sich, wie in der Raumluft, bereits Pilzsporen. Kommen nun Feuchtigkeit und Wärme hinzu, fangen die Sporen zu keimen an und bilden Hyphen. Als Hyphen bezeichnet man die Grundstruktur der Schimmelpilze, aus denen dann der eigentliche Pilz, das Mycel (Pilzgeflecht), heranwächst. Das Mycel (über)lebt in einem Temperaturbereich von 0°C. bis 50°C. Es ist also sehr wichtig dem Mycel gründlich und dauerhaft die Feuchtigkeit zu entziehen, damit es abstirbt und keine neuen Hyphen mehr bildet. Schimmelpilze lösen beim Menschen die verschiedensten Allergien und Krankheiten aus. Sie können nicht nur über die Atmung , sondern auch über die Haut aufgenommen werden. Mögliche Krankheiten lassen sich in Mykotoxikosen, Mykosen u. mykogene Allergien einteilen. Um jedoch eindeutige Rückschlüsse von Krankheitsverläufen auf Schimmelpilzvergiftungen herzustellen, sind natürlich genaue Untersuchungen der Materialien, Stäube und Raumluft zwingend notwendig. Wir empfehlen Ihnen, derartige Untersuchungen durch einen erfahrenden Fachmann ausführen zu lassen.
11/2001 Copyright © - Grebing-Bauunternehmung