Bauwerksabdichtung > Abdichtungen
Bei einer vertikalen Kellerabdichtung wird grundsätzlich zwischen einer positiven und einer negativen Abdichtung unterschieden.
Positive Abdichtung - der Wasser zugewandten Seite = Außenabdichtung
Negative Abdichtung - der Wasser abgewandten Seite = Innenabdichtung
Bituminöse Abdichtungssysteme
Kellermauerwerk jeglicher Art muss sicher und dauerhaft vor Feuchtigkeit und Wasser geschützt werden. Bei Vertikalabdichtungen (Flächenabdichtungen) gibt es Abdichtungen gegen nicht drückendes Wasser und Abdichtungen gegen drückendes Wasser. Die Grebing-Bauunternehmung verwendet zur Sicherheit nur Abdichtungssysteme, die auch gegen drückendes Wasser geeignet sind. Die handelsüblichen Bitumenanstriche und Dickbeschichtungen gem. DIN 18195 sind unserer Meinung nach qualitativ gut. Wesentliche Unterschiede gibt es in der Verarbeitung bei ein- bzw. zweikomponentigem Material, im Füllstoffgehalt und natürlich auch im Preis. Kunststoffmodifizierte Dickbeschichtungen/Bitumenemulsionen zeichnen sich durch sehr gute Rissüberbrückung und höchste Langlebigkeit aus.
Auftretende Undichtigkeiten sind meist auf mangelhafte Ausführung zurückzuführen.
Die häufigsten Fehler:
1.) Der Untergrund wurde nicht richtig vorbereitet.
2.) Der Untergrund war nicht trocken genug.
3.) Das Erdreich wurde zu früh angefüllt.
4.) Fehlende Drainplatten.
Auch bei Neubauobjekten treten häufig, innerhalb der ersten Jahre, Undichtigkeiten in der Außenabdichtung auf. Obwohl frisch gemauerte Kellerwände einen tragfesten und sauberen Untergrund darstellen, kann jedoch die Feuchtigkeit im Kehlenbereich zu einem wesentlichen Risiko werden.
Beispiel:
Langanhaltende Regenfälle während den Mauerarbeiten führen zu einer starken Durchnässung der Kellersohle. Vor allem aber die erste Mauerwerksschicht (unterhalb der Teerpappe) ist, bis zum Betonieren der Kellerdecke, permanent dem Wasser ausgesetzt.
So kann es passieren, dass beim Abdichten die Wandflächen zwar völlig trocken, jedoch der Wand/Kehlenbereich noch stark durchnässt ist. Bei nachträglichen Außenabdichtungen, als vornehmlich bei Altbauten, spielt neben der Mauerwerksfeuchte auch noch die Untergrundbeschaffenheit eine sehr wichtige Rolle. Nachträglich freigelegte Kellerwände können porös, zerklüftet, uneben und schmutzig sein oder enthalten häufig noch Altabdichtungen. Nicht selten ist es erforderlich, den Untergrund zu egalisieren und neu aufzuputzen. Bis zur vollständigen Austrocknung der vorbereiteten Wandflächen können dann, je nach Jahreszeit, noch Wochen vergehen !
Es ist also äußerst wichtig den richtigen Zeitpunkt, bzw. ein für den Untergrund geeignetes System zu wählen.
Auch nach erfolgtem Dichtungsauftrag sind die Trocknungszeiten zwingend einzuhalten, um eine einwandfreie Funktion und höchste Langlebigkeit der Beschichtung zu gewährleisten. Drainplatten oder Kunststoffnoppenbahnen mit druckverteilender Folie schützen die fertige Abdichtung vor mechanischer Beschädigung, bzw. das beim An-/Wiederverfüllen des Bodens herumwirbelnde Steinchen Löcher verursachen können. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, Drainplatten zusätzlich als Wärmedämmung zu benutzen (Perimeterdämmung). Die am häufigsten verwendeten Platten bestehen je nach Anforderung aus expandierten oder extrudierten Polystirol in unterschiedlichen Schichtstärken. Häufig findet sich bei nachträglicher Freilegung der Kellerwände jede Menge Schutt im Erdreich wieder. Bauschutt wurde in früherer Zeit (weil es so üblich war) im Arbeitsraum einfach „entsorgt“. Spätestens dann, oder in Verbindung mit einer geplanten Drainage, sollte das Erdreich gegen versickerungsfähigen Füllkies ausgetauscht werden. Eine Drainage gewährleistet den ungehinderten Abfluss von Wasser und wird mit einem Gefälle von 1 – 2 % rund ums Haus gelegt. Sie besteht z.B. aus gewellten flexiblen Kunststoffrohren mit kleinen Löchern, durch die das anstehende Wasser sickern kann. Verlegt wird sie in einem Bett von feingewaschenen Kies unter einer Lage Filterflies, um das Einschwemmen und Zusetzen des Rohres durch feine Erdbestandteile zu verhindern.
Mineralische Abdichtungssysteme
Zementgebundene Dichtungsschlämmen schützen vor negativen und positiven Wasserdrücken. Am häufigsten werden sie von uns jedoch bei Innenabdichtungen eingesetzt, weil eine Außenabdichtung nicht möglich ist oder sinnvoll erscheint. Genau wie bei den Bitumenemulsionen ist die Untergrundvorbereitung enorm wichtig. Altputze und Anstriche müssen bis ca. 80 cm über der sichtbaren Durchfeuchtungsgrenze hinaus entfernt werden. Unter Umständen ist es erforderlich, die Haftfestigkeit zu überprüfen, einen Grundputz aufzutragen und/oder eine Salzbehandlung durchzuführen. Die von uns verwendeten Dichtungsschlämmen entsprechen in ihrer Wirksamkeit
und Gleichmäßigkeit dem ibH-Merkblatt (zementgebundene starre und flexible Dichtungsschlämmen) in Anlehnung an DIN 18200 oder DIN ISO 9000 und werden regelmäßig fremdüberwacht. ( ibh = Industrieverband Bauchemie u. Holzschutzmittel )
Dichtungsschlämmen sind in der Regel nur einsetzbar, wenn zum Zeitpunkt der Verarbeitung kein Wasser fließt. Bei stark drückendem Wasser oder Wassereinbruch werden von uns Materialien eingesetzt , die sofort erhärten und die Leckagen zum Stillstand bringen. Mineralische Schlämmen eignen sich auch hervorragend zum Abdichten von Betonteilen wie z.B. Kellersohlen. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Schweißbahnen sind die nahtlose Ausführung der Flächen und der problemlose (Sockel)Anschluss an aufgehende Bauteile.
02/2004 Copyright © - Grebing-Bauunternehmung