WDVS - Wärmedämmverbundsystem

In früheren Zeiten hat sich wirklich niemand darüber Gedanken machen müssen, ob sein Haus auch "gut gedämmt" ist. Energie war günstig zu beziehen und die konstruktive Bauweise der Häuser war ebenso schlicht wie zweckmäßig (meist nur  24 cm oder 30 cm dickes  Mauerwerk). Erst mit Beginn  der ersten Ölkrise im Jahre 1973 wurde überhaupt ernsthaft darüber nachgedacht  Energieverluste abzufangen und Heizkosten einzusparen. Die fossilen Energien wurden immer knapper und quasi analog zu jeder weiteren Ölkrise stiegen in den letzten  dreißig Jahren auch die vorgeschriebenen Dämmstoffdicken bei Bauwerken an. Nicht zuletzt aufgrund der Ölpreisspitzen vergangener Jahre reagierte die Bundesregierung und fasste die bis Ende Januar 2002 geltende Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung zur Energieeinsparverordnung (EnEV) zusammen, die heute in ihrer bereits dritten Fassung vom 01. Oktober 2007 (EnEV 2007)  ihre Gültigkeit hat - wobei eine weitere novellierte Fassung voraussichtlich im Oktober 2009 in Kraft treten wird (EnEV 2009). Beispielsweise benötigt  jeder, der sein Haus verkauft, vermietet oder verpachtet einen Energieausweis. Energieausweise können entweder auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder  des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt werden. Wer jedoch in seinem eigenen Haus wohnt und es weder verkaufen oder vermieten möchte benötigt diesen Ausweis nicht. Weiterführende Infos zum Energieausweis und Fördermöglichkeiten finden Sie in den am Ende stehenden Links.

Effektive und sinnvolle Wärmedämmmaßnahmen in größerem Umfang werden in der Bauwirtschaft also erst seit Anfang der 1970 Jahre eingesetzt. Zum außenseitigen Dämmen von Gebäudeaußenwänden kommen heute überwiegend Wärmedämmverbundsysteme (kurz WDVS) zum Einsatz. Ein WDVS besteht immer aus mindestens 3 Schichten, der Dämmplatte, der Armierungsschicht bestehend aus Armierungsmörtel u. Armierungsgewebe und dem Außenputz, der je nach Anforderungen noch gestrichen werden kann.

Rückfront eines Mehrfamilienhauses in der Düsseldorfer Altstadt / WDVS mit Münchner Rauhputz                

                  

Als Dämmstoffe  werden  heute  anforderungsabhängig organische Dämmplatten (z.. B. Stein- u. Glaswolle)  oder anorganische      bzw. synthetisch hergestellte Dämmplatten (z. B. Polystirol u. Polyurethan) eingesetzt. Anforderungsprofile können neben der Wärmedämmung u. a. erhöhte Brand- und / oder Schallschutzeigenschaften sein. Wärmedämmmaßnahmen  armotisieren sich mittelfristig, sparen bares Geld und sind unter bestimmten Voraussetzungen auch förderungsfähig.

Weiterführender Link zum Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:

http://bmvbs.de  

Informationen zur EnEV, CO2 - Gebäudesanierung und KFW - Förderprogrammen:

http://enev-online.de

05 / 2009 Copyright © - Grebing-Bauunternehmung